Dieser offene Brief richtet sich namentlich an die Perlen Papier AG, Genossenschaft Migros Aare, General Electric GmbH, Groupe E AG, Axpo Solutions AG, BKW Energie AG, Alpiq Holding AG, EOS Holding SA, Romande Energie, Romande Energie Holding SA, Tamoil, Yverdon Energies, Compagnie industrielle de Monthey SA und weitere potenziell interessierte Unternehmen.

Das Bundesamt für Energie schreibt aktuell Reservekraftwerke im Umfang von 400 MW bis Ende Februar aus. Diese sollten bis 2026 gebaut und betriebsbereit sein.

Angesichts der katastrophalen und tödlichen Auswirkungen der Klimakrise, welche in diesem Jahr besonders stark spürbar waren, ist der Bau und Betrieb von Öl- und Gaskraftwerken absolut unverantwortlich und ein Verrat an unserem Leben. Fossile Brennstoffe wie Öl und Gas sind die Hauptursachen der globalen Erhitzung. Mit dem Bau von fossilen Kraftwerken würden Sie zur Zerstörung unserer Lebensgrundlagen beitragen.

Wir fordern von allen interessierten Betreiber:innen, dass Sie sich öffentlich vom Bau fossiler Kraftwerke distanzieren. Stattdessen sollten Sie sich auf den Ausbau der Erneuerbaren bzw. Ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Kommen Sie dieser Distanzierung nicht nach, müssen Sie mit dem Widerstand der gesamten Klimabewegung rechnen. Wir werden nicht zulassen, dass Sie sich an der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen bereichern!

Wir erwarten bis am 20. November 2023 von den adressierten Unternehmen eine Stellungnahme zu Ihren Plänen in Bezug auf den Bau und Betrieb von fossilen Reservekraftwerken.

Stellungnahmen der Unternehmen

Alle aufgelisteten Unternehmen wurden kontaktierten und deren Antworten oder öffentlichen Stellungnahmen laufend hier publiziert.

Perlen Papier AG

Peter Schildknecht, CEO: "Wir machen nicht mit bei der Ende Juli 2023 publizierten Ausschreibung."1

“Die Gruppe warte ab, ob eine zweite Ausschreibung folge, in der auch neue Reservegaskraftwerke ein Thema seien.”1

Alpiq

Guido Lichtensteiger, Mediensprecher: "Wir fokussieren auf den Ausbau der erneuerbaren Energien – Fokus Winterstrom – sowie gezielte Investitionen in Energieeffizienz und Speicherkapazitäten." Die Alpiq nimmt nicht an der Ausschreibung teil.1

Romande Energie SA

“Die Gruppe Romande Energie SA hält fest, für sie sei die Dekarbonisierung wichtig, weshalb sie in erneuerbare Energien und nicht in fossile Energieträger investieren wolle.” Die Romandie Energie SA nimmt nicht an der Ausschreibung teil.1

Axpo

Martin Stutz, Mediensprecher: “Wir prüfen zurzeit verschiedene Standorte in der Schweiz. Birr befindet sich nicht unter den Standorten.” Die Axpo prüft den Betrieb von Reservekraftwerken mit erneuerbaren Brennstoffen.1

Groupe E

Yves-Laurent Blanc, Mediensprecher: “Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen.”1

Compagnie industrielle de Monthey SA

“Das Thema wird intern und von unseren Führungskräften diskutiert Bisher wurde noch keine Entscheidung getroffen.”1