Im Zusammenhang mit der Klimakrise hört man immer wieder Aussagen wie diese: «Es ist sowieso zu spät, um noch etwas zu tun» oder «Wir Menschen kriegen das sowieso nicht hin». Diese Hoffnungslosigkeit ist auch verständlich. Seit Jahren gibt es eigentlich nur schlechte Nachrichten. Warnungen von Wissenschaftler*innen verhallen beinahe ungehört. Wir sehen die Folgen der Klimakrise bereits mit eigenen Augen. Wir wissen, dass viel Leid nicht mehr verhindert werden kann.

Warum sollten wir also gerade jetzt nicht die Hoffnung verlieren? 

Es ist schwierig, ohne Hoffnung gegen etwas anzukämpfen und das kann dazu verleiten, passiv zu werden und nichts mehr zu tun. Logischerweise wird sich aber nichts verändern, wenn wir gar nichts tun – und das wäre fatal.

Wenn wir nichts tun, profitieren davon die Falschen. Hoffnungslosigkeit und daraus folgendes Nicht-Handeln spielt genau den Menschen in die Hände, die die Klimakrise rücksichtslos vorantreiben. Den CEOs grosser Banken und Ölfirmen und den Politiker*innen, die sich von ihnen bezahlen lassen. Den Menschen, die schon jetzt unter der Klimakrise leiden und allen zukünftigen Generationen wird damit nur geschadet.

Doch wie sollen wir hoffnungsvoll bleiben? 

Wir können uns bewusst machen, dass unser Aktivismus und der Kampf gegen die Klimakrise schon zu Veränderungen geführt haben. Noch vor zehn Jahren waren zum Beispiel Netto-Null-Ziele kein Thema. Oder auch kein Ausstieg aus der Kohle zur Energiegewinnung. Das soll natürlich überhaupt nicht heissen, dass die jetzige Politik ausreichend ist, um der Klimakrise beizukommen. Es zeigt aber, dass Veränderungen absolut möglich sind, wenn wir nicht aufgeben!

Das Ausmass der Klimakrise und der Fakt, dass Veränderungen nötig sind, sind mittlerweile breit anerkannt. Zu behaupten, dass Veränderung nicht (mehr) möglich sei, ist das letzte Argument, dass den Gegner*innen dieser Veränderung noch bleibt – wir dürfen uns davon nicht überwältigen lassen. Wir müssen hoffen und wir müssen handeln!