Achtung: In diesem Post geht es um Gewalt und Tod. Lies diesen Text in einem Moment, in dem du dich im Stande fühlst, damit umzugehen und pass auf dich auf.  

Texas erlebte einen abrupten Temperaturabfall weit unter null Grad. Aufgrund der globalen Erhitzung ist der Jetstream um die Arktis immer wieder stark geschwächt, was dazu führt, dass bis tief in den Süden eisige Luft strömt. Die kalten Temperaturen liessen Gaspipelines gefrieren, und Kohleberge erstarren. Gleichzeitig wurde im ganzen Bundesstaat zur Heizung viel mehr Energie nachgefragt, was zu einer Überlastung und grossflächigen Stromausfällen führte. 
Um einen kompletten Ausfall zu verhindern und kritische Infrastruktur zu schützen, wurden manuell einzelne Gebiete abgeschaltet. Weil Gebäude wie Spitäler viel häufiger in wohlhabenderen Gegenden stehen, waren die ärmeren Quartiere viel stärker von den Stromausfällen betroffen.

Während sich der klimaleugnende texanische Senator kurzerhand nach Mexiko absetzte, wurde in Texas das Trinkwasser und die Essensversorgung knapp. Millionen von Menschen mussten tagelang in kaum isolierten Häusern, Autos oder im Freien ausharren. Der Wintersturm forderte mindestens 30 Menschenleben, auch das des 11-jährigen Cristian Pavón Pineda. Er lebte mit seiner Familie, die erst vor zwei Jahren aus Honduras in die USA kam, in einem 40 Jahre alten Wohnmobil ohne Heizung. Er starb an Unterkühlung.

Zwei Tage später ertrinkt ein 8-jähriger Junge aus Honduras im Rio Grande, der Grenze zwischen Texas und Mexiko. Er versuchte mit seiner Familie zusammen in die USA zu gelangen. Viele Menschen fliehen aus Mittelamerika wegen den Folgen der Klimakrise.

Diese schrecklichen Tode zwei so junger Menschen sind die direkte Folge eines Wirtschaftssystems, das Menschen zur Flucht zwingt und sie in der Kälte sterben lässt. Kinder und Jugendliche sterben bereits heute an den Folgen der Klimakrise.