Hintergrund der Petition ist ein Lachgasleck bei der Fabrik D29 der Firma Lonza im Wallis, das mehr als ein Prozent der Schweizer Treibhausgasemissionen verursacht. Das Leck wäre einfach zu schliessen - es bräuchte nur einen Katalysator, der die schädlichen Lachgasemissionen zurückhielte. Doch Lonza erklärte sich erst nach mühsamen Verhandlungen mit dem BAFU und massiven CO2-Zertifikat-Schenkungen bereit, den Katalysator einzubauen. Kürzlich wurde bekannt, dass Lonza aufgrund der vom BAFU geschenkten CO2-Zertifikate sogar Gewinn gemacht hat! Mitten in der Klimakrise und angesichts all der Menschen, die heute schon unter der Klimakrise leiden, ist das ungeheuerlich.
Doch warum wurde dieses Lachgasleck so lange nicht entdeckt? Ein Grund dafür sind überholte Umweltverordnungen aus den 1980er Jahren, in denen Lachgas nicht als umweltschädliches Gas erwähnt wird. Und das, obwohl Lachgas 300x klimaschädlicher ist als CO2.

Darum hat der Klimastreik eine Petition lanciert, die unter anderem den Einbau des Katalysators bis 2021 und die Überarbeitung der veralteten Umweltverordnungen aus den 80er Jahren fordert. Das BAFU wird nun bald zur Petition Stellung nehmen. Lonza dagegen hat unsere Anfragen nicht beantwortet....